
Original Kupferstich aus dem
18. Jhd. "Doreur, Sur Bois" Darstellung einer traditionellen Vergolderwerkstatt und
ausgesuchter Werkzeuge, wie sie auch heute noch in unserer
Werkstatt verwendet werden. |
Als Ausgangspunkt für die Polimentvergoldung
wird allgemein das Alte Ägypten angesehen, wo Glanzvergoldungen schon
für die Zeit um 2500 v. Chr. belegt sind.
Die Polimentvergoldung, wie wir sie heute
kennen ist spätestens seit dem frühchristlichen Zeitalter als voll
ausgereifte Technik bekannt.
In dem Gebiet der Skulpturenfassung
finden sich die ersten Belege dieser Vergoldungstechnik
schon in der Romanik. In den folgenden Jahrhunderten wurde
die Polimentvergoldung stets erweitert und verfeinert, bis
sie in der Spätgotik einen zu unserer Zeit vergleichbaren
Standard erreicht hat. Seit dieser Zeit hat sich die Polimentvergoldung im
wesentlichen nicht mehr großartig verändert.
Im 17. Jahrhundert wurde im sakralen
Bereich nicht nur mehr symbolgebunden vergoldet, sondern
auch schmückendes Beiwerk, wie Ornamente und Blattwerk
wurden auf diese Weise verschönert.
Ab dem 18. Jahrhundert hielt die
Polimentvergoldung auch bei wohlständischen Bürgern Einzug,
die sich mit repräsentativen Möbeln ausstatteten.
Im 19. Jahrhundert wurde dieser
Vormarsch ins Privatbürgertum noch weiter vertieft, unter
Verwendung von berufsspezifischen Verzierungstechniken.
In denselben althergebrachten Techniken
führen auch wir, in unserer eigenen Vergolderwerkstätte, diese
traditionelle Handwerkskunst fort. |