Mordillo – The Individualist II
Mordillo – The Individualist II
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- Technik: Limitierter Pigmentdruck auf 350g Hahnemühle Papier
- Auflage: 950 Exemplare, drucksigniert
- Passepartout: 50 × 60 cm (inklusive)
- Künstler: Guillermo Mordillo
- Motiv: The Individualist II
- Versand: aus Deutschland, portofrei
Hunderte identischer grauer Häuser – und mittendrin eines mit einem leuchtend pinken Wellendach. Davor: ein Polizeiwagen. Mordillo braucht keine Worte, um das Wesen des Individualismus zu beschreiben – und die Reaktion der Gesellschaft darauf. Mit seiner unverwechselbaren Bildsprache aus runden Figuren, satten Farben und stiller Ironie trifft er einen Nerv, der zeitlos ist. Dieser Pigmentdruck auf hochwertigem 350g Hahnemühle Papier gibt die Farbtiefe und Detailfreude des Originals in musealer Qualität wieder.
Entstanden in Zusammenarbeit der Galerie Buchinger und der Mordillo Foundation – für alle, die sich insgeheim auch ein pinkes Wellendach wünschen, und für Sammler, die Mordillos zeitlosen Humor als limitiertes Original an die Wand bringen wollen.

Biografie
Als Sohn spanischer Einwanderer – der Vater war Elektriker, die Mutter Hausangestellte – verbrachte Mordillo seine Kindheit im Stadtteil Villa Pueyrredón in Buenos Aires. Schon als Kind „mit zwei oder drei Jahren“ war er am Zeichnen interessiert und schloss 1948 die Ausbildung zum Illustrator mit einem Diplom an der dortigen Journalistenschule ab. In den folgenden zwei Jahren illustrierte er Kinderbücher. Später wechselte er zum Studio des argentinischen Trickfilmpioniers José Burone Bruché, der 1950 ein eigenes Unternehmen gegründet hatte, und war als Zeichner an mehreren Märchenfilmen beteiligt wie Cuentos de Perrault (Geschichten von Perrault), Cuentos de Schmid (Geschichten von Schmid), Los músicos de Bremen (Bremer Stadtmusikanten) und Los tres cerditos (Die drei kleinen Schweinchen). 1952 war Mordillo an der Gründung der Galas Studios beteiligt.[1] Am 7. November 1955 ging er als freier Werbegrafiker nach Lima, wo er als Art Director für die Agentur McCann Erickson tätig war. 1958 illustrierte er die Fabeln des Äsop. Da er auch für den US-amerikanischen Postkartenhersteller Hallmark Cards tätig war, zog er 1960 nach New York, wo er vom Filmstudio Paramount Pictures verpflichtet wurde und als Zeichner für populäre Cartoon-Serien wie Popeye und Little Lulu eingesetzt wurde. Außerdem entwarf er zwei Charaktere für den Kurzfilm Trick for tree. 1961 fertigte er Grußkarten für OZ Greeting Cards (New York) an.
Im August 1963 reiste Mordillo angeblich mit nur 150 Dollar und ohne französische Sprachkenntnisse nach Paris, wo er am 19. September 1963 eintraf und anfangs humoristische Briefe für den Mic-Mac-Verlag anfertigte. Ab Juli 1966 zeichnete er für die Magazine Le Pelerin und Paris Match. Zwei Jahre später begann auch der deutsche Stern seine Comic-Strips zu drucken. Der französische Verlag Editions Glénat wurde Anfang der 1970er-Jahre zum Hauptvermarkter von Mordillos Werken, deren weltweiter Erfolg mit der Cartoon-Serie Das Piratenschiff einsetzte. Schnell fanden zahlreiche Merchandising-Produkte Absatz wie Poster, Kalender, Kleidungsstücke, Plüschtiere, Postkarten, Spielfiguren und Puzzles sowie CD-ROMs, Schulartikel und ein Computerspiel. Mordillo wurde damals zu einem der kommerziell erfolgreichsten Zeichner. Sehr bekannt sind seine Figuren mit den charakteristischen großen, runden Nasen auch durch die Werbe-Spots der 1980er-Jahre für die ARD-Fernsehlotterie Ein Platz an der Sonne. Seit den 1970er-Jahren veröffentlichte Mordillo seine Werke in Deutschland beim Heye-Verlag.
In Paris lernte er seine spätere Ehefrau Amparo Camarasa kennen, die er 1969 heiratete und mit der er zwei Kinder hat: Sebastian Jerome (* 1970) und Cecile Isabelle (* 1972). 1980 zog der Zeichner nach Mallorca, über das er sagte: „Nirgendwo sonst kann man an einem Tisch sitzen und ist als Ausländer garantiert keine Minderheit.“[2] Im selben Jahr wurde er Präsident der International Association of Authors of Comics and Cartoons (AIAC) in Genf. Nach seinem 18-jährigen Aufenthalt in Spanien kehrte Mordillo 1998 nach Frankreich zurück, behielt allerdings zunächst sein Anwesen auf Mallorca.